CTRL . Research Surveillance 2008-2009
       
     
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 Wenn man das Wort "video" nach seiner lateinischen Herkunft mit "Ich sehe" übersetzte, dann hieße Videoüberwachung "Ich-sehe-Überwachung".    Bei meiner Arbeit CTRL . Research Surveillance handelt es sich um den Versuch einer fotografischen Bestandsaufnahme der zunehmenden Präsenz von Überwachungskameras als Kontroll- und Sicherheitsapparaturen im Öffentlichen Raum.    Konzeptionell ist die Arbeit von Beginn an als dokumentarische Sammlung angelegt. Liegt doch der primäre Zweck sogenannter optischer Raumüberwachungssysteme ebenfalls im kontinuierlichen Sammeln digitaler Daten von Ereignissen zwischen Raum und Zeit.    Videoüberwachung ist ein Instrument zur Sicherung von Kontrolle und mithin von Herrschaft. Wir sollten weder ihre symbolische noch ihre reale Macht unterschätzen. Es gibt einen kontroversen Diskurs darüber, inwieweit ihr Einsatz zu einem vermeintlichen Mehr an gefühlter Sicherheit führt und gleichsam mit einer Einschränkung bürgerlicher Freiheiten einhergeht. Als Fotograf jedoch interessiert mich nicht allein dieses immanente Dilemma der Video-Überwachungssysteme.    Der voyeuristische Aspekt einer jeden gezielten Beobachtung verweist für mich durchaus auch auf die ambivalente Rolle meiner selbst als Fotograf. Auch ich bin Beobachter meiner Umgebung sowie Sammler und Archivar besonderer Momente in Form digitaler Daten. Schon Walter Benjamin konstatierte "Jeder heutige Mensch kann einen Anspruch vorbringen, gefilmt (respektive fotografiert) zu werden." Heute - in Zeiten permanenter Videoüberwachung - ließe sich zugespitzt formulieren: "Niemand kann mehr das Recht geltend machen, unerkannt durch die Stadt zu gehen."    Insofern wird die reine Dokumentation von optischen Überwachungsapparaten am Ende auch zu einer Reflexion über meine persönliche Rolle und Verantwortung als Fotograf.   Formal versuche ich im Rahmen meiner Arbeit eine subjektiv wertende Sichtweise möglichst zu vermeiden und durch eine zurückhaltende, dokumentarische Bildsprache dem Betrachter das Urteilen selbst zu überlassen. Der Betrachter soll zum aufmerksamen Beobachter der uns mehr und mehr beobachtenden Apparate werden.    In diesem Sinne verstehe ich meine fotografische Serie von Überwachungskameras im öffentlichen Raum in erster Linie als reines Dokument. Man könnte meinen, die Bilder seien nicht mehr und nicht weniger als eine Sammlung digitaler Daten.
       
     
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 Wenn man das Wort "video" nach seiner lateinischen Herkunft mit "Ich sehe" übersetzte, dann hieße Videoüberwachung "Ich-sehe-Überwachung".    Bei meiner Arbeit CTRL . Research Surveillance handelt es sich um den Versuch einer fotografischen Bestandsaufnahme der zunehmenden Präsenz von Überwachungskameras als Kontroll- und Sicherheitsapparaturen im Öffentlichen Raum.    Konzeptionell ist die Arbeit von Beginn an als dokumentarische Sammlung angelegt. Liegt doch der primäre Zweck sogenannter optischer Raumüberwachungssysteme ebenfalls im kontinuierlichen Sammeln digitaler Daten von Ereignissen zwischen Raum und Zeit.    Videoüberwachung ist ein Instrument zur Sicherung von Kontrolle und mithin von Herrschaft. Wir sollten weder ihre symbolische noch ihre reale Macht unterschätzen. Es gibt einen kontroversen Diskurs darüber, inwieweit ihr Einsatz zu einem vermeintlichen Mehr an gefühlter Sicherheit führt und gleichsam mit einer Einschränkung bürgerlicher Freiheiten einhergeht. Als Fotograf jedoch interessiert mich nicht allein dieses immanente Dilemma der Video-Überwachungssysteme.    Der voyeuristische Aspekt einer jeden gezielten Beobachtung verweist für mich durchaus auch auf die ambivalente Rolle meiner selbst als Fotograf. Auch ich bin Beobachter meiner Umgebung sowie Sammler und Archivar besonderer Momente in Form digitaler Daten. Schon Walter Benjamin konstatierte "Jeder heutige Mensch kann einen Anspruch vorbringen, gefilmt (respektive fotografiert) zu werden." Heute - in Zeiten permanenter Videoüberwachung - ließe sich zugespitzt formulieren: "Niemand kann mehr das Recht geltend machen, unerkannt durch die Stadt zu gehen."    Insofern wird die reine Dokumentation von optischen Überwachungsapparaten am Ende auch zu einer Reflexion über meine persönliche Rolle und Verantwortung als Fotograf.   Formal versuche ich im Rahmen meiner Arbeit eine subjektiv wertende Sichtweise möglichst zu vermeiden und durch eine zurückhaltende, dokumentarische Bildsprache dem Betrachter das Urteilen selbst zu überlassen. Der Betrachter soll zum aufmerksamen Beobachter der uns mehr und mehr beobachtenden Apparate werden.    In diesem Sinne verstehe ich meine fotografische Serie von Überwachungskameras im öffentlichen Raum in erster Linie als reines Dokument. Man könnte meinen, die Bilder seien nicht mehr und nicht weniger als eine Sammlung digitaler Daten.
       
     

Wenn man das Wort "video" nach seiner lateinischen Herkunft mit "Ich sehe" übersetzte, dann hieße Videoüberwachung "Ich-sehe-Überwachung".

Bei meiner Arbeit CTRL . Research Surveillance handelt es sich um den Versuch einer fotografischen Bestandsaufnahme der zunehmenden Präsenz von Überwachungskameras als Kontroll- und Sicherheitsapparaturen im Öffentlichen Raum.

Konzeptionell ist die Arbeit von Beginn an als dokumentarische Sammlung angelegt. Liegt doch der primäre Zweck sogenannter optischer Raumüberwachungssysteme ebenfalls im kontinuierlichen Sammeln digitaler Daten von Ereignissen zwischen Raum und Zeit.

Videoüberwachung ist ein Instrument zur Sicherung von Kontrolle und mithin von Herrschaft. Wir sollten weder ihre symbolische noch ihre reale Macht unterschätzen. Es gibt einen kontroversen Diskurs darüber, inwieweit ihr Einsatz zu einem vermeintlichen Mehr an gefühlter Sicherheit führt und gleichsam mit einer Einschränkung bürgerlicher Freiheiten einhergeht. Als Fotograf jedoch interessiert mich nicht allein dieses immanente Dilemma der Video-Überwachungssysteme.

Der voyeuristische Aspekt einer jeden gezielten Beobachtung verweist für mich durchaus auch auf die ambivalente Rolle meiner selbst als Fotograf. Auch ich bin Beobachter meiner Umgebung sowie Sammler und Archivar besonderer Momente in Form digitaler Daten. Schon Walter Benjamin konstatierte "Jeder heutige Mensch kann einen Anspruch vorbringen, gefilmt (respektive fotografiert) zu werden." Heute - in Zeiten permanenter Videoüberwachung - ließe sich zugespitzt formulieren: "Niemand kann mehr das Recht geltend machen, unerkannt durch die Stadt zu gehen."

Insofern wird die reine Dokumentation von optischen Überwachungsapparaten am Ende auch zu einer Reflexion über meine persönliche Rolle und Verantwortung als Fotograf.


Formal versuche ich im Rahmen meiner Arbeit eine subjektiv wertende Sichtweise möglichst zu vermeiden und durch eine zurückhaltende, dokumentarische Bildsprache dem Betrachter das Urteilen selbst zu überlassen. Der Betrachter soll zum aufmerksamen Beobachter der uns mehr und mehr beobachtenden Apparate werden.

In diesem Sinne verstehe ich meine fotografische Serie von Überwachungskameras im öffentlichen Raum in erster Linie als reines Dokument. Man könnte meinen, die Bilder seien nicht mehr und nicht weniger als eine Sammlung digitaler Daten.