Keep Your Eyes Peeled - aff Galerie by Daniel Seiffert

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EINLADUNG ZUM GALLERY WEEKEND
Die aff Galerie lädt Sie/ Euch ganz herzlich zur Eröffnung der nächsten Ausstellung anlässlich des Berlin Gallery Weekends ein.

KEEP YOUR EYES PEELED IV / aff Galerie and guests
Eröffnung: 27.04.2018, 19.00 Uhr
Ausstellung: 28.-29.04.2018
Öffnungszeiten: Sa + So 15.00-19.00 Uhr

aff Galerie
Kochhannstr. 14, 10249 Berlin-Friedrichshain
www.aff-galerie.de
facebook-Event


Mit Arbeiten von Jan Bechberger, Joachim Bentrup, Alexander Paul Brandes, Nadja Bournonville, Stephan Bögel, Anna Eckold, Julija Goyd, Alexander Grennigloh, Nele Gülck, Sonja Hamad, Tabita Hub, Grey Hutton, Mika Gröber, Beatrice Jansen, Charlotte Krauss, Stefanie Kulisch, Inga Alice Lauenroth, Alicia Louison, Marielle Viola Morawitz, Lene Münch, Florian Oellers, Vanya Pieters, Jana Ritchie, Nina Röder, Ria Patricia Röder, Daniel Seiffert, Tony Sojka, Sarah Straßmann, Katrin Streicher, Nikita Teryoshin, Anna Tiessen, Victoria Tomaschko, Kathrin Tschirner, Patrick Wack, Matthias Walendy, Ann Katrin Warter, Hannes Wiedemann, Janina Wick, Franca Wohlt, Barbara Wolff, Rie Yamada, Lisa Zappe und Doro Zinn.

KEEP YOUR EYES PEELED
Keep Your Eyes Peeled ist ein Ausstellungsprojekt der aff Galerie und findet in unregelmäßigen Abständen zu bestimmten Kunsthighlights in den Räumen der Galerie statt.
Während des diesjährigen Berlin Gallery Weekends 2018 wird eine Gruppenausstellung mit Arbeiten der aff Fotografen/Innen sowie ausgewählten Künstler/Innen aus dem erweiterten Umfeld der Galerie zu sehen sein.
Fotografie ist heute ein Medium, das unseren Alltag wie kaum ein anderes durchdringt – als Kommunikationsmittel, Erinnerungsträger, Dokumentations- und Beweisstück, zur Selbstvergewisserung, als Forschungsgegenstand, Notiz und selbstverständlich auch als Kunstwerk. Bilder werden aufgenommen, füllen unsere Festplatten, leuchten auf den diversen Screens auf und setzen sich in unseren Gedanken fest. Die Apparatur, das Smartphone, die Kamera, der Datenträger, oder auch die WLAN-Übertragung geschehen meist im Hintergrund und wir durchdringen deren Vorgänge innerhalb der Bildproduktion nicht. Wir sind umgeben von einer Vielschichtigkeit der Bilder, die unser Sehen und Erleben derart prägen, dass der verschachtelte Alltag teilweise erleichtert, aber auch umso undurchdringlicher erscheint.
Die aff Galerie setzt ihr Ausstellungsformat 'Keep Your Eyes Peeled' fort, um auf Entwicklungen und Tendenzen zeitgenössischer Fotografie zu reagieren. Eine kuratierte Auswahl an Bildern wird in einer kurzen Ausstellungssequenz, temporär, an einem gemeinsamen realen Ort (die Galerie) zurückgeführt.
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Keep Your Eyes Peeled is an exhibition project of the aff Gallery. It takes place in the gallery space at irregular intervals during special art highlights throughout the year. During this year's Berlin Gallery Weekend a group exhibition will be on display that shows works by the aff photographers and artists selected from the extended network of the gallery and its members.

Photography today influences our daily lives more than any other medium – to facilitate communication, for recording memories, as documentation and evidence, as a research tool, to make notes, and, of course, as artwork. Images are captured, fill our hard drives, pop up on various screens and implant themselves in our thoughts. The apparatus - the smart phone, the camera, or the wireless transmission - occurs mostly in the background, and we cannot identify their operations within the image production. We are surrounded by a diversity of photos that shape our vision and experience so that the complex everyday life appears partially relieved but also inscrutable.
In this tradition, the aff Gallery continues its exhibition format 'Keep Your Eyes Peeled', to respond to developments and tendencies in contemporary photography. In a short exhibition, the communication with and through our images, will be temporarily brought back to a common real place (the gallery).



Grafik: © Felix Link

some Installation Views by Daniel Seiffert

Kraftwerk Jugend at CO/Berlin Talents exhibition 2012. The old Postfuhramt was a perfect venue.

credits: CO/Berlin

Kraftwerk Jugend präsentiert von c/o Berlin im alten Postfuhramt by Daniel Seiffert

Talents 

14/07/12 bis 11/09/12

Talents 28 . Daniel Seiffert / Agneta Jilek

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"Was ist die Großstadt gegen die Freunde, bei Finsterwalde leben noch drei. Halten sich wacker auf dem Parkplatz und sehen den Autos Richtung Süden nach. Hinter dem Feld nach dem Spiel gehört der Abend den Gardinen. Und der Wald schweigt sich aus und dann ist irgendwann Ruhe."
Aus dem Song "Finsterwalde" von Jacques Palminger & Erobique

Der Südosten Brandenburgs. Einst eine bedeutende Industrieregion der DDR. Heute geprägt von wirtschaftlicher Rezession, Arbeitslosigkeit und Bevölkerungsrückgang – ein Prozess, der sich unweigerlich in das Stadtbild von Finsterwalde, Hoyerswerder oder Lübbenau und das soziale Miteinander einprägt. Wie wächst die Jugend an einem Ort auf, der fortwährend schrumpft und altert? Über ein Jahr lang hat Daniel Seiffert die Folgen dieses Verfalls anhand der Lebensweise von Jugendlichen in Lübbenau dokumentiert, deren persönliche Entwicklung der ihres Umfeldes entgegengesetzt ist, wenn nicht sogar ihrer widersetzt. Das Kaleidoskop seiner Bilder dreht sich um den oft thematisierten, unsteten Schwebezustand zwischen Heranwachsen und Erwachsenwerden. Ein universelles Gefühl des Innehaltens und Aufbruchs – auch in der ostdeutschen Provinz.

 A. d. S. Kraftwerk Jugend (c) Daniel Seiffert 2011

A. d. S. Kraftwerk Jugend (c) Daniel Seiffert 2011

Innerhalb der Farbfotografien überwiegen Porträtdarstellungen der jugendlichen Bewohner Lübbenaus. Daniel Seiffert zeigt wie sie zur Tages- und Nachtzeit von ihrer Kleinstadt Besitz nehmen. Wie sie in ausgedienten Industriebrachen, im Skatepark, an Haltestellen oder auf den Park und Spielplätzen der Plattenbaugebiete zusammenkommen und ihre Freizeit verbringen. Wie sie einzeln oder in Gruppen auf Plätzen stehen und auf etwas zu warten scheinen oder wie sie in einer unbestimmten Bewegung begriffen sind. Wie sie die verlassenen Industriebrachen – sogenannte identitätslose Nicht-Orte – mit neuer Bedeutung aufladen, schon allein weil sie sich darin aufhalten und die Wände mit ihren Tags markieren. Was die Protagonisten der Serie vereint, ist nicht nur ihre Herkunft, sondern auch ihr Alter: Sie sind nach 1989 direkt in das wiedervereinte Deutschland hineingeboren. Nur die Geschichten der Eltern und die architektonischen Relikte der Vorwendezeit, die in der brandenburgischen Kleinstadt an vielen Plätzen zu finden sind, erinnern sie noch unmittelbar an den "ersten sozialistischen Staat auf deutschem Boden".